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Die Spendenaktion zur Soforthilfe für die Erdbebenopfer in Haiti ist abgeschlossen. Bis zum vergangenen Freitag kamen unglaubliche 27.371,60 Euro auf dem Sonderkonto zusammen. Wir bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich für Ihre große Hilfsbereitschaft!
Am 01.03.10 wurde das Sonderkonto aufgelöst und die gesamte Spendensumme an die "Haiti Kinder Hilfe e.V." überwiesen, die dringend ihre zerstörten Strukturen in Port-au-Prince wieder errichten müssen. Die Vorsitzende Frau Althaus-Laguerre hat sich sehr gefreut, als wir ihr mitgeteilt haben, dass wir ihr die Sonderhilfe zukommen lassen. Folgenden Brief hat sie an uns und an Sie, liebe Spenderinnen und Spender, geschrieben:
Lieber Herr Kuehn, liebe Familie Honeck, liebe Freunde,
Zum zweiten Mal erhaelt die Haiti Kinder Hilfe nach einer Naturkatastrophe eine Spende von Ihnen, zum Teilen an die Notleidenden. Ich bin dafuer sehr dankbar. Es gibt hier so viel zu tun: ganz Port-au-Prince lebt auf der Strasse, die Menschen haben Angst in die Haeuser zu gehen, die wenigen Arbeitsstaetten, die es in der Hauptstadt gab, sind zusammengestuerzt. Es herrscht Lebensmittelknappheit. Die medizinische Versorgung ist aufgrund der Praesenz von zahlreichen Hilfsorganisationen sichergestellt. Ansonsten fehlt alles Andere. Die haitianischen Regierungen hatten jahrezehntelang die Hauptstadt Port-au-Prince zu einstiger einigermassen funktionierender Stadt gemacht; ihr Kollaps hat wie eine Lawine den Rest des Landes in Mitleidenschaft gezogen. Hinzu kommt, dass es gerade in Haiti Regenzeit ist. So erleben wir jeden Tag eine neue Katastrophe. Haeuser, die Risse hatten und eine Gefahr darstellten, stuerzen waehrend des heftigen Regens ab und begraben arme Menschen, die tag und nacht in den Truemmern Essbares oder irgendetwas, was sich verkaufen oder gut gebrauchen laesst, suchen. Am Wochenende gab es im Sueden und an vielen Orten im Lande Ueberschwemmung.
Dank Ihrer Spende koennen wir vielen Menschen, die beim Erdbeben alles verloren haben, helfen, eine Existenz zu gruenden. Wir sind dabei, unsere Heimkinder, die Angst vor Port-au-Prince haben und in ihre Doerfer zurueck gekehrt sind, in der naheliegenden Stadt Saint-Marc unterzubringen, damit sie das Schuljahr nicht verlieren. Wir haben bereits Essen, Decken, Kleidung verteilt. In Zusammenarbeit mit Medeor versorgen wir in mobilen Krankenstationen die Bevoelkerung dort, wo sie wirklich keinen Zugang zu kostenloser guter Verpflegung hat. Wir versuchen haenderingend nach Plaetzen, wo wir unsere Zelte aufschlagen koennen, um unsere Kinder zu unterrichten. Alles laesst annehmen, dass der Staat nichts dagegen hat, dass die Kinder ohne weitere Schulbilldung heranwachsen.
Liebe Freunde, die Stimmung auf Haiti ist alles Andere als ermunternd. Mich persoenlich traegt die Moeglichkeit, die meine Freunde in Deutschland, zu denen Sie zaehlen, mir geben, zu helfen. Im Namen der Menschen, der Ihre Hilfe zugute kommt und kommen wird sage ich Ihnen ein herzliches Vergelt’s Gott.
Ihre Marie Josee Laguerre
Wir hoffen, dass es Frau Laguerre und ihren Helfern möglich ist, mit den eingegangenen Sonderspenden die akute Not in Haiti etwas zu lindern.
An dieser Stelle möchten wir auch nochmals auf die Möglichkeit und die Notwendigkeit hinweisen, unsere Hilfsprojekte zu unterstützen, um den Menschen in Haiti langfristig zu helfen. Wir sind dankbar für jede Patenschaft, die Sie übernehmen und freuen uns über jede Spende, egal in welcher Größenordnung.

Treffen mit Marie Josee Althaus-Laguerre (zweite v. r.) in Port-au-Prince im September 2007
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