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Neuigkeiten um die Haitihilfe und aus Haiti.



Sponsor gefunden!

Gleich zwei Sponsoren haben sich für unsere Fußballer in Port-Salut und Point Sable gefunden, so dass wir unsere diesjährige Reise mit einem großen Koffer mit Trikots, T-Shirts, Shorts, Stutzen und Bällen antreten können. Unser besonderer Dank geht an die beiden Lehrerinnen der Max-Planck Realschule in Bad Krozingen, Frau Taverne und Frau Stowasser, die T-Shirts und Bälle organisierten, sowie an die Gesundheitszentrum Todtnau GmbH, die durch eine großzügige Spende den Kauf eines Trikotsatzes, bestehend aus Shirts, Shorts und Stutzen ermöglichten!

 

Fussballmannschaft Port-Salut

Die Fußballmannschaft von Port-Salut (2008)
 
Spendensammlung für die Erdbebenopfer in Haiti abgeschlossen, Gesamtsumme der Spenden: 27.371,60 Euro

Die Spendenaktion zur Soforthilfe für die Erdbebenopfer in Haiti ist abgeschlossen. Bis zum vergangenen Freitag kamen unglaubliche 27.371,60 Euro auf dem Sonderkonto zusammen. Wir bedanken uns bei allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich für Ihre große Hilfsbereitschaft!

Am 01.03.10 wurde das Sonderkonto aufgelöst und die gesamte Spendensumme an die "Haiti Kinder Hilfe e.V." überwiesen, die dringend ihre zerstörten Strukturen in Port-au-Prince wieder errichten müssen. Die Vorsitzende Frau Althaus-Laguerre hat sich sehr gefreut, als wir ihr mitgeteilt haben, dass wir ihr die Sonderhilfe zukommen lassen. Folgenden Brief hat sie an uns und an Sie, liebe Spenderinnen und Spender, geschrieben:

 

Lieber Herr Kuehn, liebe Familie Honeck, liebe Freunde,

Zum zweiten Mal erhaelt die Haiti Kinder Hilfe nach einer Naturkatastrophe eine Spende von Ihnen, zum Teilen an die Notleidenden. Ich bin dafuer sehr dankbar. Es gibt hier so viel zu tun: ganz Port-au-Prince lebt auf der Strasse, die Menschen haben Angst in die Haeuser zu gehen, die wenigen Arbeitsstaetten, die es in der Hauptstadt gab, sind zusammengestuerzt. Es herrscht Lebensmittelknappheit. Die medizinische Versorgung ist aufgrund der Praesenz von zahlreichen Hilfsorganisationen sichergestellt. Ansonsten fehlt alles Andere. Die haitianischen Regierungen hatten jahrezehntelang die Hauptstadt Port-au-Prince zu einstiger einigermassen funktionierender Stadt gemacht;  ihr Kollaps hat wie eine Lawine den Rest des Landes in Mitleidenschaft gezogen.  Hinzu kommt, dass es gerade in Haiti Regenzeit ist. So erleben wir jeden Tag eine neue Katastrophe. Haeuser, die Risse hatten und eine Gefahr darstellten, stuerzen waehrend des heftigen Regens ab und begraben arme Menschen, die tag und nacht in den Truemmern Essbares oder irgendetwas, was sich verkaufen oder gut gebrauchen laesst, suchen. Am Wochenende gab es im Sueden und an vielen Orten im Lande Ueberschwemmung.

Dank Ihrer Spende koennen wir vielen Menschen, die beim Erdbeben alles verloren haben, helfen, eine Existenz zu gruenden. Wir sind dabei, unsere Heimkinder, die Angst vor Port-au-Prince haben und in ihre Doerfer zurueck gekehrt sind, in der naheliegenden Stadt Saint-Marc unterzubringen, damit sie das Schuljahr nicht verlieren. Wir haben bereits Essen, Decken, Kleidung verteilt. In Zusammenarbeit mit Medeor versorgen wir in mobilen Krankenstationen die Bevoelkerung dort, wo sie wirklich keinen Zugang zu kostenloser guter Verpflegung hat. Wir versuchen haenderingend nach Plaetzen, wo wir unsere Zelte aufschlagen koennen, um unsere Kinder zu unterrichten. Alles laesst annehmen, dass der Staat nichts dagegen hat, dass die Kinder ohne weitere Schulbilldung heranwachsen.

Liebe Freunde, die Stimmung auf Haiti ist alles Andere als ermunternd. Mich persoenlich traegt die Moeglichkeit, die meine Freunde in Deutschland, zu denen Sie zaehlen, mir geben, zu helfen. Im Namen der Menschen, der Ihre Hilfe zugute kommt und kommen wird sage ich Ihnen ein herzliches Vergelt’s Gott.

Ihre Marie Josee Laguerre

 

Wir hoffen, dass es Frau Laguerre und ihren Helfern möglich ist, mit den eingegangenen Sonderspenden die akute Not in Haiti etwas zu lindern.

An dieser Stelle möchten wir auch nochmals auf die Möglichkeit und die Notwendigkeit hinweisen, unsere Hilfsprojekte zu unterstützen, um den Menschen in Haiti langfristig zu helfen. Wir sind dankbar für jede Patenschaft, die Sie übernehmen und freuen uns über jede Spende, egal in welcher Größenordnung.

 



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Treffen mit Marie Josee Althaus-Laguerre (zweite v. r.) in Port-au-Prince im September 2007

 

 
Die aktuelle Lage in Haiti: Miserabel

Es ist erstaunlich, nein erschreckend, wie schnell eine Katastrophe solchen Ausmaßes aus dem kollektiven Bewusstsein der Menschen verschwindet. Noch vor einigen Wochen sah, hörte und las man täglich neue Schreckensmeldungen und Nachrichten aus Haiti. Das Land bekam eine öffentliche Aufmerksamkeit, die bislang in der langen, traurigen Geschichte dieses Karibikstaates einmalig ist. Doch nur kurze Zeit später, kaum einen Monat nach dem verheerenden Erdebeben, dem vorsichtigen Schätzungen zufolge mehr als 200000 Menschen zum Opfer fielen und an dessen Folgen in den nächsten Wochen und Monaten wahrscheinlich nochmals tausende Menschen sterben werden, ist Haiti aus den Nachrichten und dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden.

Die aktuelle Lage ist indes weiterhin miserabel. Zwar laufen die Hilfsmaßnahmen auf Hochtouren, wer jedoch dieses Land schon einmal besucht hat und erleben konnte, welche Zustände dort auch ohne eine apokalyptische Katastrophe herrschen, der weiß, dass es noch eine lange Zeit und übermenschlich große Anstrengungen brauchen wird, um nur einigermaßen Ordnung zu schaffen.

Die Menschen in Port-Salut, dem Ort in dem wir tätig sind, kamen größtenteils mit dem Schrecken davon. Allerdings sind weiterhin die Schulen geschlossen, es herrscht Lebensmittelknappheit, da die gesamte Logistik des Landes zusammengebrochen ist. Die Spirale der Armut dreht sich weiter. Wir werden im September wieder nach Haiti reisen. Wir werden mit noch mehr Armut konfrontiert werden, als es ohnehin schon immer der Fall war. Wir werden Ihre Hilfe brauchen. Unterstützen Sie uns mit einer Spende, die Menschen in Haiti brauchen jetzt mehr denn je unsere Hilfe.

 
Weitere Nachricht aus Port-Salut
Freitag, den 22. Januar 2010 um 10:01 Uhr
Über Umwege erreichte uns gestern eine weitere Nachricht aus Port-Salut. Einer der Söhne des Vorsitzenden unseres "Comités", Joseph Pierre, lebt in den USA. Er schrieb in einer Email an Heinz Kühn, dass er zwischenzeitlich Kontakt zu seinen Eltern in Haiti aufnehmen konnte. Laut seinen Informationen wurde Port-Salut auch von dem erneuten, schweren Nachbeben nicht stark betroffen. Allerdings sind alle Menschen, auch in Port-Salut sehr verängstigt. Wer schon einmal auch ein nur schwaches Erdbeben erlebt hat, kann dies durchaus nachvollziehen. Unterdessen beginnt die internationale Hilfe koordiniertere Formen an. Das Chaos der ersten Tage scheint überwunden. Sogar der Hafen von Port-au-Prince konnte zwischen zeitlich wieder für eintreffende Hilfstransporte geöffnet werden, wie Spiegel Online berichtet.
 
Ein weiteres schweres Beben erschüttert Haiti
Mittwoch, den 20. Januar 2010 um 12:56 Uhr

Die Erde unter Haiti kommt nicht zur Ruhe. Wie zahlreiche Nachrichtenagenturen in einer Eilmeldung berichten, kam es erneut zu einem schweren Erdbeben, dessen Epizentrum sich ca. 60km südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince befand. Das Beben hatte die Stärke 6,1 auf der Richterskala. In den Straßen der Hauptstadt brach Panik aus.

Zur Eilmeldung auf Spiegel Online

 
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